Der erste Neumond

Veröffentlicht: Mittwoch, 17. Januar 2018

Heute ist Neumond und ich finde, es ist ein ganz besonderer Neumond. Es ist der erste Neumond des Jahres und für mich wie ein zweites Silvester.

Nwemoon in Capricorn

Draußen ist es stockdunkel und dicke Schneeflocken fallen vom Himmel. Sie verschlucken jedes Geräusch, alles ist still. Alles steht still. Isa lässt ihren Zauber walten und nimmt alles mit unter ihre tiefe, dicke Decke der Ruhe. Selbst der Wind hat sich plötzlich beruhigt. Es ist magisch, die Pforten zur anderen Welt sind erneut geöffnet an diesem Neumond, der uns noch einmal innehalten lässt, nach innen schauen lässt.

Fragen keimen in mir auf, sie werfen lange Schatten voraus. Was habe ich vor im neuen Jahr, was möchte ich wirklich machen?

Jetzt ist die Zeit nochmal alles zu hinterfragen, wohlwollend zu hinterfragen. Und dann zu festigen. Ich breite alle meine Träume und Wünsche vor mir aus und schaue sie mir nach einander an. Manche sind mutig, manche vielleicht ein bisschen verrückt, manche lassen mein Herz tanzen und manche machen mir Angst. Und doch haben sie alle eins gemeinsam: sie sind alle aus meinem Herzen geboren. Und alle wunderschön. Ich übergebe sie dem dunklen Himmel, schicke sie weit hinauf zum Orion. Ich warte und lasse den Zauber wirken.

Meine Wünsche und Träume sinken zurück auf die Erde. Da liegen sie vor mir, sie leuchten und versprechen Hoffnung und Freude und Veränderung. Sie leuchten in allen Farben meiner Seele.

Dicke Schneeflocken fallen vom Himmel und decken meine Träume langsam zu, geben ihnen noch ein kleines bisschen Zeit um Kraft aus der Dunkelheit zu schöpfen. Sie schlafen. Ein träumender Traum.

Und nun versiegele ich meine Wünsche und Träume. Ich entfache ein Feuer im Kamin und gebe all meine Vorhaben in die Flammen. Das Feuer taut das Eis und transformiert meine Gedanken und Vorstellungen in etwas neues. Alle Zweifel verbrennen. Alle was mich zurückhält zerfällt zu Asche. Und das, was noch nicht sein soll, geht in Flammen auf.

Meine Wünsche steigen den Kamin empor, hinauf in den Himmel, in den Äther. Hier sind sie frei und können werden was sie wollen.

Magie, tu was Du willst.

Ich vertraue Dir.

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